nVidia ION und Debian Lenny

This article describes how to install nvidia drivers on Debian Lenny. Drop a comment if you would like me to translate this into english, too!

So. Mein ASROCK ION 330 ist ja seit nunmehr 4 Tagen da. Nachdem ich am Dienstagabend Debian Lenny draufgespielt habe, gab es nun heute endlich die Grafiktreiber für den ION-Chipsatz installiert. Damit ihr nicht ähnlich wie ich ahnungslos und ohne Ansatz dasteht, gibt’s hier die Schritte, die mich zum Erfolg geführt haben:

0. Vorneweg

Vorweg sei gesagt, dass ich die Infos hauptsächlich aus den folgenden Quellen habe:

1.) http://desiato.tinyplanet.ca/~lsorense/debian/debian-nvidia-dri-howto.html
2.) http://wiki.debian.org/NvidiaGraphicsDrivers
3.) http://www.debianhelp.co.uk/nvidia.htm

Im Folgenden gibt’s also nur eine zusammengewürfelte Anleitung, die bei mir zum Erfolg geführt hat.

Edit vom 08.08.2009: Außerdem hat mich der Systemadministrator meines Vertrauens darauf hingewiesen, dass die Benutzung von proprietären Treibern den Linux-Kernel beeinflussen kann (und in diesem Fall auch tut) und es somit zu späteren Zeitpunkten schwierig machen kann, dein System zu debuggen oder schlichtweg das Ding zu installieren. Unter (Quelle 2) ist beschrieben, wie man die Treiberinstallation rückgängig macht.

0,5. Achja: Das NVIDIA-Install-Tool

Solltet Ihr euch die Treiber von nvidia.com heruntergeladen haben, vergesst sie. Sie bestehen in einer Datei, dessen Name mit “NVIDIA” anfängt und mit “.run” aufhört. Diese Datei macht viel Müll und führt sowieso zu nix. Sollte das trotzdem schon irgendwas bei euch gemacht haben, seid so gut und entfernt es wie unter (Quelle 1) beschrieben.

1. Die aptitude-Quellserverliste anpassen

Normalerweise kennt das Debian Installationsprogramm “apt” (oder aptitude) nach einer Standard Lenny-Installation keine Quellen, die Unfreie Software halten (z.B. Closed-Source). Das müssen wir jetzt ändern.

  1. Öffne die Datei /etc/apt/sources.list (als root, versteht sich)
  2. Schau nach, ob du die Wörter “non-free” UND “contrib” in einer der zahlreichen Zeilen erhaschen kannst
  3. Wenn Nicht: Füge folgende zwei Zeilen ein:
     deb  ftp://download.xs4all.nl/pub/mirror/debian/ stable main non-free contrib
     deb-src ftp://download.xs4all.nl/pub/mirror/debian/ stable main non-free contrib

    Speichere und schließe die Datei

  4. Sag apt(-itude), dass es seine neuen Listen holen soll:
    # aptitude update
    

2. Die relevanten Dateien herunterladen

Der Nvidia-Treiber läuft nur mit einem 2.4 oder 2.6-Kernel. Mit

# uname -a

findest du heraus, ob du den auch hast.

Jetzt laden wir die Pakete, die wir so brauchen, herunter:

# aptitude install nvidia-kernel-common module-assistant

Da wir ja einen Debian-Kernel verwenden, brauchen wir nun noch folgenden Befehl: (Für Leute mit eigenen Kernels: Ihr habt doch eh mehr Ahnung als ich ;-) )

# m-a -i prepare

3. Das Kernelmodul kompilieren und installieren

Geht mit den folgenden zwei Befehlen:

# m-a a-i -i -t -f nvidia-kernel
# depmod -a

4. Die eigentliche Installation

Danach installieren wir noch ein paar benötigte Pakete:

# apt-get install nvidia-glx nvidia-glx-dev xserver-xorg

5. Den XServer konfigurieren

Da ich eine frische Installation von Debian Lenny hatte, war meine /etc/X11/xorg.conf noch leer. Daher konnte ich bedenkenlos die gleich folgenden Schritte ausführen. Sollte Eure xorg.conf nicht leer sein, schaut doch bitte hier.

Für alle anderen gibt’s was Einfacheres, was laut (Quelle2) aber aus irgendeinem Grund nicht empfohlen wird. Anyway, bei mir hat diese Methode wunderbar geklappt:

Dazu brauchen wir das nvidia xorg-configuration tool:

# aptitude install nvidia-xconfig
# nvidia-xconfig

Dieser Befehl wird eine grundlegende xorg.conf-Datei anlegen, die man anschließend bearbeiten kann – wenn man will.
Nachdem ich herausgefunden habe, dass in der neuen xorg.conf die Zeile

Driver "nvidia"

schon vorhanden ist, habe ich festgestellt, dass ich die xorg.conf nicht mehr bearbeiten will. Aber: Jeder, wie er mag.

6. Den XServer neu starten

Gut, gut. Nachdem wir soweit sind, müssen wir den XServer neu starten. Das habe ich gemacht mit:

# /etc/init.d/gdm stop

, gewartet, dann

# /etc/init.d/gdm start

Wenn alles getan hat, sollte beim Start des XServers ein NVidia-Logo erscheinen. Dann: Bier öffnen, freuen.

Wenn nicht, kommt ihr zurück auf die Konsole… Doof. Dann die xorg.conf manuell zurücksetzen (entweder wieder komplett leer machen, oder aber euer Backup zurückspielen). Woran lag’s? Keine Ahnung! Sorry.

Einen letzten Test, ob die Harwarebeschleunigung tut, machen wir wie folgt:

# glxinfo |grep rendering

Viel Erfolg!
Lasst mir gerne einen Kommentar da, ob’s geklappt hat.

4 Comments to “nVidia ION und Debian Lenny”

  1. Daniel H. 7 August 2009 at 23:57 #

    Auch wenn man damit seinen Kernel tainted und sich bei Updates das Modul ggf. jedes mal neu backen muss, hast du das sehr fein beschrieben. Macht Lust darauf, mehr von dir zu lesen.

    Lieben Gruß!

  2. Friedrich 3 Oktober 2009 at 12:07 #

    DANKE! DANKE! DANKE!

    Habe auch einen ASRock 330 mit Debian und versuche meinen Einstieg in die Linux/Welt.
    Als Linux-Neuling ist das schon echt heavy.

    Gruss
    Friedrich

  3. reiner 2 März 2010 at 16:11 #

    Danke,
    bei meiner eeebox asus eb1012 hat´s auch geklappt.

  4. [...] and try to install my nvidia. I'm trying now since a week. I followed the installation guide here: http://www.lukx.de/blog/2009/08/nvid…-debian-lenny/ Here is my xorg.conf: # nvidia-xconfig: X configuration file generated by nvidia-xconfig # [...]


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